Illustriert von Jörg Kleinschmidt. Paris nach der Französischen Revolution: Die "Schreckensherrschaft" des Konvents läßt selbst den Leichnamen guillotinierter Staatsfeinde und Übeltäter keine Ruhe. In der kleinen Gerberei zu Meudon enthäutet der Bürger Vinaigre nicht nur Vieh, auch die sterblichen Überreste von Menschen werden zu Leder und Kleidung verarbeitet. Eines Tages erhält er den Auftrag eines gewissen Marquis Rochell, aus der Haut einer jungen, hingerichteten Dame eine Hose zu schneidern...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.03.2002
Dass allein schon der Titel dieses von Arno Hauch geschriebenen Bandes nicht eine Gutenachtgeschichte, sondern Phantastik verspricht, liegt nahe, schreibt Michael Bauer in seiner schauerlich-schönen Besprechung, in der der Rezensent sein Hauptaugenmerk auf die kurze Wiedergabe des gruseligen Inhalts legt. Über den Autor, der das Werk 1919 zu Papier brachte, lässt sich erstaunlich wenig in Erfahrung bringen, wundert sich der Rezensent. Denn zumindest zu damaliger Zeit hätte die Geschichte über die unerwiderte Liebe eines Marquis zu einer männermordenden, aber wunderschönen Bestie, aus deren Haut er sich eine Hose nähen lässt, die ihn letztlich dann doch das Leben kostet, genügend "Zeug zum Literaturskandal" gehabt, ist Bauer überzeugt. Dem Leser wünscht der Rezensent eine ebenso fesselnde Unterhaltung wie er sie hatte, auch mit den Illustrationen von Jörg Kleinschmidt und hofft, vielleicht bald doch noch etwas mehr über Arnold Hach in Erfahrung bringen zu können als einen einzigen bibliografischen Eintrag, den er in Robert N. Blochs "Bibliografie der utopischen und phantastischen Literatur" gefunden hat.
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