Arnd Henze

Mit Gott gegen die Demokratie

Warum der christliche Nationalismus alle angeht
Cover: Mit Gott gegen die Demokratie
Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2026
ISBN 9783579062020
Gebunden, 224 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Im Bündnis mit der Macht des US-Präsidenten hat sich der christliche Nationalismus zu einer globalen Bedrohung für Demokratie und Rechtsstaat radikalisiert. "Sie rufen "Christ is King!" und wollen Staat und Gesellschaft in eine Theokratie umwandeln. In Donald Trump sehen sie einen von Gott gesandten Rächer. Dessen Kriegsminister inszeniert sich als "Christian Warrrior". Arnd Henze zeigt, wie Religion zum Machtinstrument wird. Das Buch stellt zentrale Akteure vor, untersucht die Strategien der Gotteskrieger und erklärt, wie sie sich global vernetzen.

Buch in der Debatte

9punkt 07.04.2026
Donald Trump verdankt seine Macht auch weitgehend dem "christlichen Nationalismus" und den Evangelikalen, auch wenn diese Strömunbgen durchaus eine Minderheit sind, sagt der Autor und Theologe Arnd Henze im SZ-Interview mit Annette Zoch. Gerade der christliche Nationalismus erscheint ihm als eine der gefährlichsten Ideologien der Gegenwart: "Maga ist die Verbindung von Religion und Macht. In der Politik geht es ja letztlich darum, Macht auszuüben. Wenn diese religiös überhöht und verabsolutiert wird, kann sie nicht mehr im demokratischen Sinne ausgeübt und begrenzt werden: indem man miteinander streitet und ringt und sich im Zweifel auf Kompromisse einigt. In den USA bedient sich eine religiöse Bewegung, der christliche Nationalismus, eines von allen Fesseln des Rechtsstaats und aller Gewaltenteilung enthemmten Präsidenten, um ihre Ziele durchzusetzen." Unser Resümee
9punkt 18.03.2026
WDR-Redakteur Arnd Henze erklärt im FR-Interview, welche Rolle der christliche Nationalismus bei der amerikanischen Kriegsführung gegen den Iran spielt. Verteidigungsminister Pete Hegseth verspricht Soldaten schon mal, "dass sie ewiges Leben erhalten würden, wenn sie 'für ihre Einheit, ihr Land und ihren Schöpfer' sterben" (keine Jungfrauen?), erinnert Henze: "Wenn ein Minister so spricht, darf man sich nicht wundern, wenn Kommandeure ihren Soldaten sagen, sie kämpften in einem heiligen, von Gott gewollten Krieg - möglicherweise sogar als Teil der endzeitlichen Kämpfe um Armageddon. Es gibt eine Bürgerrechtsorganisation, die solche religiösen Übergriffe dokumentiert. Allein in den ersten Kriegstagen haben sich Hunderte Soldatinnen und Soldaten mit Beschwerden gemeldet." Gott dient den "christlichen Zionisten" auch als Begründung für den Krieg, so Henze. "Damit füllen sie ein politisches Vakuum. Denn die Präsidentschaft liefert ja keine rationale Begründung für den Krieg. ... Diese politische Leerstelle wird jetzt religiös-ideologisch gefüllt." Zum Thema christlicher Nationalismus hat Henze auch ein Buch geschrieben. Unser Resümee