Die Leipziger Nikolaikirche gehört zu den berühmtesten Kirchen Deutschlands. Ihr Name wird mit der friedlichen Revolution von 1989/90 für alle Zeiten verbunden bleiben. Im Leben der Stadt spielt sie als Pfarrkirche seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle. 2015 kann auf eine 850-jährige Geschichte zurückgeblickt werden, die durch bauliche Veränderungen und konfessionelle Umbrüche, aber auch durch ein reiches gottesdienstliches, musikalisches und geistliches Leben gekennzeichnet war. St. Nikolai war eine der Wirkungsstätten Johann Sebastian Bachs und des Thomanerchors. Die Geschichte dieser Kirche, ihrer Pfarrer und ihrer Gemeinde wird in dem sorgfältig illustrierten Band erstmals umfassend von den Anfängen im hohen Mittelalter bis in die Gegenwart präsentiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.05.2015
Überfällig findet Arnold Bartetzky diesen von Armin Kohnle aus Anlass des 850. Jubiläums des Bestehens der Leipziger Nicolaikirche herausgegebenen Band. Auch wenn das Entstehungsdatum des Baus nicht sicher ist, wie der Rezensent erklärt, scheint ihm die Schrift allemal angebracht. Die Beiträge im Band informieren den Rezensenten über die mittelalterliche Geschichte der Kirche, über Baugeschichte und das Gemeindeleben. Dass die Verbindung von Kirche und Stadt in der sogenannten Bürgerkirche einen Schwerpunkt der Texte abgibt, scheint ihm bedeutsam. Und dass die Friedensbewegung von 1989 ausgiebig behandelt wird, versteht sich für Bartetzky fast von selbst.
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