Antonio Pennacchi

Eine rote Wolke

Roman
Cover: Eine rote Wolke
Luchterhand Literaturverlag, München 2002
ISBN 9783630870885
Gebunden, 283 Seiten, 39,90 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Barbara Schaden. In der Tradition von "Rashomon" oder Calvinos "Wenn ein Reisender in einer Winternacht" erzählt Antonio Pennacchi von einem grausamen Doppelmord in einem Lepinischen Bergdorf, für dessen Motiv und Ausführung es beinah so viele Möglichkeiten gibt, wie Zeugen verhört werden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.12.2002

Ein Kriminalroman, der keiner ist. Ja, mehr als das: ein Nicht-Kriminalroman, der Kriminalromane generell unter Verdacht stellt. Weil sie an Logik glauben, gerade da, wo es keine gibt, beim Verbrechen. Und weil sie auflösen, was im richtigen Leben unaufgelöst bleibt. Ein Mord geschieht auch hier, in diesem Buch, mit 184 Messerstichen gar. Eine Klärung freilich findet nicht statt, im Gegenteil. "Nichts ist am Ende gewiss, nicht einmal der Erzähler selbst", resümiert der Rezensent Winfried Wehle. Der Mord und die Ermittlung ziehen so weite Kreise, dass zuletzt alles undurchsichtiger ist denn je. Keine schlechte Idee das ganze, eigentlich, findet Wehle. Die Ausführung aber hat ihm keinen Spaß gemacht. Kriminalromanleser mal vor den Kopf zu stoßen, das ginge wohl noch an. Was Pennacchi stattdessen zu bieten hat, hat dem Rezensenten jedoch nicht recht munden wollen: zuviel Meta-Diskurs und, vor allem, "viel trockenes Textbrot."
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