Antje Ravic Strubel

Offene Blende

Roman
Cover: Offene Blende
dtv, München 2001
ISBN 9783423242516
Kartoniert, 315 Seiten, 14,32 EUR

Klappentext

1987 ist sie weggegangen aus ihrem Land, weil sie mehr Freiheit brauchte, als es dort gab. Nun lebt sie illegal in New York und schlägt sich als Kellnerin durch. Unter großen Opfern baut sie zusammen mit Jeff eine Experimentierbühne auf. Acht Jahre später hat sich alles geändert: Die Mauer ist weg. Auf der Suche nach einem wahrhaftigen, alle bisherigen übertreffenden Bild kommt die Fotografin Leah aus Westdeutschland nach New York. Als sie der eleganten Amerikanerin Jo begegnet, springt der Funke des Begehrens blitzartig über. Aber die Amerikanerin umgibt ein Geheimnis. Sie lässt sich nicht fotografieren ...

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.08.2001

Ziemlich beeindruckt zeigt sich Hans-Peter Kunisch von Antje Rávic Strubels Erstlingsroman, den er einen "Bildungsroman" nennt. Er hält die Erzählung über eine jungen Ostdeutschen, die nach New York geht, dort den Namen wechselt und eine neue Identität sucht, für eine gelungene Synthese aus moderner anglo-amerikanischer und deutscher "ernsthafter"? Nachkriegs-Literatur. Manchmal erscheinen ihm zwar die Erzählbögen, die Strubel spannt, und auch die Kapitelüberschriften etwas konstruiert, aber das stört ihn offenbar nicht weiter in Anbetracht dessen, wie gelungen dieser "erstaunliche" Roman insgesamt ist. Er "verbindet die Innerlichkeit der Themen mit einem mutig emphatischen Stil, der alt ist und doch neu wirkt".
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