Genau einhundertacht Fragen richtet Antje Damm in diesem Buch an Kinder zwischen vier und acht Jahren. Sie mischt anstiftende Fragen (Welches Spiel hast du erfunden?) mit nachdenklich stimmenden Fragen (Wen vermisst du?), fordert die Phantasie (Wo möchtest du einmal wohnen?) genauso heraus wie die Illusion (In wen möchtest du dich für einen Tag verwandeln?) und die Realität (Was siehst du, wenn du aus deinem Zimmerfenster schaust?). Und zu jeder Frage stellt sie ein Bild. Mal eine eigenen Illustration, mal ein Foto, mal Reproduktionen aus alten Büchern. So ist eine wunderliche und vielfältige Fragen- und Bilderwelt entstanden, die Anstiftung zum Gespräch sein will und die sich als Reise zu sich selbst entpuppen wird.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.12.2002
Auf den ersten Blick ein einfaches Buch, schreibt Jens Thiele: Auf jeder Doppelseite gibt es eine Frage und ein damit korrespondierendes Bild. Auf den zweiten Blick erweise sich Antje Damms Fragebuch aber als eine "kluge, vielschichtige Buchkonzeption", die nicht nur schon Gewusstes abruft, sondern die kindliche Neugier weckt, das Kind zu einer eigenen Meinung auffordert und seine Fantasie anregt. Mal humorvoll, mal irritierend, mal unterhaltend, mal traurig, aber immer interessant, insgesamt ein Bilderbuch von "hohem Gebrauchswert", urteilt der Rezensent, das Kinder und Erwachsene motiviert, miteinander zu kommunizieren. Das liegt nach Ansicht Thieles auch an den vielfältigen gelungenen Illustrationen, die zwischen Fotografie, Zeichnung und Malerei changieren und es immer schaffen, mit den Fragen ein fruchtbares Spannungsverhältnis einzugehen.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 28.11.2002
Antje Damms Bilder- und Frageband ist für Bruno Blume "fraglos ein wertvolles Buch". Die 108 thematisch breit gefächerten Fragen sollen Eltern als kreative Hilfe und Anregung zur Unterhaltung mit ihren Kindern dienen. Jeder Frage ist eine Illustration gegenübergestellt, etwa aus Fotos und Collagen, Kinderzeichnungen oder Abdrucken aus alten Büchern. Die Bilder hält der Rezensent für gelungen, bringen diese doch eine "neue Dimension" in das Buch, was die teilweise altbekannten Fragen alleine nicht vermocht hätten. Blume lobt das "klare pädagogische Konzept" aus Text und Illustration, das Damms Werk "geordneter und damit übersichtlicher", andererseits aber auch "ausdrucksschwächer" mache als etwa "Die ganze Welt" von Katy Couprie und Antonin Louchard, das ganz ohne Text auskommt.
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