Piper Verlag, München 2026
ISBN
9783492074544 Gebunden, 176 Seiten, 24,00
EUR
Klappentext
Aus dem Französischen von Lena Müller. Anthony Passeron erzählt von einem Vater, der mit den Toden seiner Brüder rang und dabei seine eigene Familientragödie auslöste. Ein kurzer Roman um Zuneigung und zu langes Schweigen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 02.05.2026
Rezensent Dirk Fuhrig kann sich für Anthony Passerons "bittersüßen" Familienroman erwärmen. Erzählt wird von einem zwar fürsorglichen, aber zunehmend resignierenden Familienvater (Jacques alias Jacky) und seinen Kindern; während sein Metzgerei-Geschäft im Umkreis von Nizza langsam vor die Hunde geht, überschüttet er seine beiden Söhne mit Videospielkonsolen - bevor ihm schließlich alles zu viel wird und er die Familie sitzenlässt. Gut geschrieben, nämlich "dokumentarisch-abgeklärt", findet der Kritiker dabei, wie der Vater langsam "zerfällt"; es gehe dem Autor dabei auch um eine Erkundung der "Umstände" der familiären Tragödien (es gibt noch mehrere Sterbefälle), die wohl auch autobiografischer Natur sind, vermittelt Fuhrig. Trotz des nüchternen Stils ein "hochmelancholischer" Roman über väterliches Versagen, der den Respekt des Kritikers zu ernten scheint. Nur die zwischenmontierten ausführlichen Exkurse in die Geschichte diverser Tech-Firmen findet der Kritiker "sperrig".
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