Quarantäne! Und plötzlich ist alles anders, die Welt steht Kopf und still. Auf einmal lebt man wochenlang an einem Ort, mit den immer gleichen Menschen. Niemand hat das vorher ausprobiert - oder etwa doch? Die Mönche haben seit 1500 Jahren Erfahrungen mit exakt dieser Situation und wissen, wie das Zusammenleben auf engstem Raum klappt. Pater Anselm Grün OSB erklärt, was wirklich hilft, die geeignete Gebrauchsanweisung für alle, egal ob Single, Familie oder WG. Anselm Grün zeigt, wie man Streit vermeidet, die Zeit nutzt und nicht daran verzweifelt, wie man sich Freiräume schafft und gemeinsame Ziele und Rituale entdeckt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 06.04.2020
Arno Widmann kichert in sich hinein beim Lesen der hochaktuellen Quarantäne-Handreichung des Benediktinerpaters Anselm Grün. Dass der Papst zu Grüns Lesern zählen soll, mag er gerne glauben, dass Grün mit seinem Lesereisen-Pensum eines Bestseller-Autors so bannig viel über das mönchische Dasein zu berichten weiß wie er behauptet, nimmt er ihm nicht ganz ab. Aber das passt zur unfreiwilligen Komik der Zitate des Benedikt von Nursia, die der Autor bringt, findet Widmann, und zur generellen antiphilologischen Haltung des Autors. Grün, den Anhänger der Buchreligion (Widmann), schätzt der Rezensent vor allem dann, wenn er konkret vom Scheitern spricht und von der Trägheit im "Zeitbrei" dieser unserer Tage.
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