Still fließt er dahin, 772 Kilometer von der Quelle in der Westukraine bis zur Mündung in den polnischen Narew. Unauffällig durchquert er freundliche Landschaften. Auf den ersten Blick macht der Bug einen mittelmäßigen Eindruck. Seine politische Bedeutung ist hingegen herausragend. Nach dem 1. Weltkrieg war er die Grenze zwischen Polen und der Sowjetunion. Dann wurdeer zur Trennlinie zwischen Hitlers und Stalins Diktaturen, und heute ist er der Grenzfluss zwischen Polen und der Ukraine und damit die Ostgrenze des zukünftigen erweiterten Europa. Annette Dittert und Fritz Pleitgen haben den Bug auf seiner ganzen Länge bereist: von den Resten des habsburgischen Galizien mit der Stadt Lemberg, einer Wiege der ostjüdischen Kultur, die heute in der Ukraine liegt, bis nach Brest, von wo aus die Nazis ihren Angriff auf die Sowjetunion gestartet haben.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…