Piper Verlag, München 2026
ISBN
9783492067706 Broschiert, 464 Seiten, 17,00
EUR
Klappentext
Aus dem Englischen vno Anna Stuart. Eine Hebamme, ein Konzentrationslager, und der Mut, Hoffnung zu säen, wo es keine geben sollte. Ana Kaminskis Geschichte zeigt, wie Menschlichkeit selbst in der dunkelsten Zeit überleben kann.Lodz, 1939: Die deutsche Besetzung Polens verändert alles, auch für die Hebamme Ana Kaminski und die jüdische Krankenschwester Ester Pasternak. Beide kämpfen um das Überleben ihrer Familien. Als sie schließlich nach Auschwitz deportiert werden, müssen sie sich einer grausamen Realität stellen: Neugeborene sollen getötet oder für das Lebensborn-Programm der SS verschleppt werden. Doch Ana und Ester leisten Widerstand. Heimlich tätowieren sie Babys mit den Häftlingsnummern ihrer Mütter, um ihre Identität zu bewahren - ein gefährlicher Akt der Hoffnung und Menschlichkeit inmitten des Grauens.
Rezensent Christoph Vormweg empfiehlt Anna Stuarts Roman über eine Hebamme in Auschwitz mit kleinen Einschränkungen. Die Bestseller-Autorin Stuart verknüpft hier Fakt und Fiktion. Die eine Hauptfigur, die Polin Ana Kaminski, basiert auf einem realen Vorbild, nämlich auf Stanisława Leszczyńska, die Jüdin Ester, mit der sich Ana schon in ihrer Heimatstadt Łódź zusammentut, ist hingegen fiktiv. In Auschwitz wird Ana dann Hebamme, während Ester als Krankenschwester arbeitet, beide können deshalb eine Weile überleben. Die Schrecken des Lageralltags werden von Stuart keineswegs beschönigt, Stuart stellt sie jedoch nicht in den Mittelpunkt des Buches, sondern konzentriert sich auf die Resilienz ihrer Hauptfiguren. Eine geschickt gebaute Spannungsdramaturgie hält den Leser außerdem bei der Stange. Allerdings fehlt dem Roman der "literarische Feinschliff", und auch Klischees werden nicht selten bemüht, bemängelt Vormweg. Als Buch über den Widerstand starker Frauen findet Stuarts Werk gleichwohl den Zuspruch des Rezensenten.
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