Andreas Steinhöfel

Rico, Oskar und das Herzgebreche

(Ab 10 Jahre)
Cover: Rico, Oskar und das Herzgebreche
Carlsen Verlag, Hamburg 2009
ISBN 9783551554598
Gebunden, 269 Seiten, 12,90 EUR

Klappentext

Rico ist wieder da! Und natürlich ist sein Freund Oskar mit von der Partie. Eigentlich gehört er praktisch schon zur Familie, also zu Mama und Rico in die Dieffe 93. Aber diesmal trägt Oskar keinen Helm, schließlich sind die beiden Freunde inkognito unterwegs. Handtaschen, Hamster mit Mörderzähnen und jede Menge Herzgebreche - Rico und Oskar müssen sich nicht nur kriminalistischen Herausforderungen stellen. Mann, Mann, Mann. Aber wie Rico so schön erklärt: Sellawie.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 06.08.2009

Marion Gerhard ist beglückt, endlich den zweiten Band von Andreas Steinhöfels Geschichte über die Freundschaft von Rico und Oskar in den Händen zu halten. Ein bisschen Kriminalgeschichte auch (die beiden verfolgen einen Erpresser), ist die Erzählung für Gerhard vielmehr eine über Herzensangelegenheiten: Vertrauen und Verlust. Worin dieses Vertrauen und die Verluste genau bestehen, gibt die Rezensentin nicht preis, wohl aber, dass der Hintergrund "ernst" sei. Umso besser wirkt auf sie Ricos Komik. Er denkt etwas langsam, vor allem langsamer als sein bester Freund Oskar, der ein immenses Gedächtnis besitzt. Trotzdem schließt ihn Gerhard aufgrund seiner charmanten Beobachtungsgabe ins Herz und fühlt mit ihm, wenn er sich am Ende "melankomisch" fühlt. Sie bedauert, diese "literarische Kostbarkeit" so schnell wieder aus der Hand geben zu müssen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.04.2009

"Herzgebreche", findet Rezensentin Eva-Maria Magel, ist das richtige Wort. Für das nämlich, was Rico, der hyperaktive "Tiefbegabte", in diesem, dem zweiten Kreuzberg-Roman um ihn und seinen Freund Oscar, erlebt. Ricos Mutter ist in eine Kriminalhandlung verwickelt, seine Freundschaft zu Oscar wird der einen oder anderen Belastungsprobe ausgesetzt und Rico nimmt sich das alles wortreich zu Herzen. Sehr lobt die Rezensentin den Autor für die Sensibilität und Gefühlsgenauigkeit, die er nicht nur selbst besitze, sondern mit denen er auch seine Figuren auszustatten verstehe. Allerdings hätten, fügt sie hinzu, etwas mehr Kästnersche Lakonie, etwas weniger Neigung zu "blumigen Exkursen" dem Roman durchaus gut getan.
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