Ein junger Mann reist zur Beerdigung seines Großvaters in eine kleine griechische Stadt und begegnet dort: seiner Mutter.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.08.2002
"Was wissen wir schon von der griechischen Seele und ihren Verletzungen", grübelt Kristina Maidt-Zinke und freut sich, dass Andreas Schäfer in seinem Romandebüt darüber Auskunft gibt. Selbst deutsch-griechischer Herkunft wisse der junge Literat recht unaufgeregt, mit "bemerkenswerter Sicherheit", "Bodenhaftung", "schnörkellos", "nüchtern und selbstverständlich" darüber zu berichten. Dafür habe Schäfer eine Familienzusammenkunft in der nordgriechischen Provinzstadt Messara gewählt. Dorthin reist Schäfers Protagonist Marco, der eigentlich in Deutschland lebt, und trifft auf seine griechischen Verwandten, unter denen manches Geheimnis anspielungsreich verhandelt wird, so Maidt-Zinke. Wohltuend, gerade im Vergleich zu anderen jungen Literaten, findet die Rezensentin Schäfers fast schon "asketische Sprache", in die er trotzdem ein "reiches" und "dichtes Gewebe" aus Motiven und Anspielungen eingearbeitet habe, die Fremdheit, Verwurzelung, Bindung und Befreiung thematisierten. Die Rezensentin jedenfalls freut sich angesichts dieses gelungenen Erstlings auf weitere Werke des Autors, so in ihnen gleichermaßen "fein gestimmte" "deutsch-griechische Zwischentöne" vernehmbar sind.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.06.2002
Andreas Nentwich bespricht einen seiner Ansicht nach "vielversprechenden Debutroman" des in Berlin lebenden deutsch-griechischen Autors Andreas Schäfer. Der Roman, in dem es um ein Zusammentreffen einer deutsch-griechischen Familie in Griechenland anlässlich der Beerdigung des Großvaters geht, besteche besonders durch die scharf gezeichneten Charakterprofile. Der Rezensent spricht von einer "nüchternen Elegie", die ein Griechenland zeige, das jenseits aller Klischees liege, und ist gespannt auf das nächste Werk dieses Autors.
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