Thomas Knüwer

Das Haus in dem Gudelia stirbt

Kriminalroman
Cover: Das Haus in dem Gudelia stirbt
Pendragon Verlag, Bielefeld 2024
ISBN 9783865328823
Kartoniert, 290 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Schuld schwimmt oben. Eine Sturmflut sucht das kleine Dorf Unterlingen heim, Wassermassen drängen die Anwohner aus ihren Häusern - nur eine bleibt, so wie sie es schon immer getan hat: Gudelia. Sie blieb 1984, als ihr Sohn ermordet wurde, 1998, als sie sich von ihrem Mann trennte, und auch jetzt, als ihr Haus in den Fluten einzustürzen droht. Nicht einmal die beiden gefesselten Leichen, die an ihrem Fenster vorbeitreiben, können sie umstimmen. Denn Gudelias Gedanken gelten nur ihrem Haus, in dem sich ihr dunkelstes Geheimnis verbirgt.Ein Kriminalroman über Liebe und Verlust. Über Stärke und Schuld. Über Jahrzente hinweg.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 17.12.2024

Ganz schlau wird man nicht aus Sylvia Staudes Kritik dieses Krimis von Thomas Knüwer: Zwischen den Jahren 1984, 1998 und 2024 springend geht es um Gudelia, die als alte Frau während einer Flutkatastrophe ihr Haus nicht verlässt, nach der Flut von Helfer Mesut getröstet wird und ein totes Schwein auf dem Grab ihres Sohnes entdeckt. Jener Sohn war einst mit der Aufschrift "Schwuchtel" tot gefunden worden, die Krimihandlung des Romans dreht sich darum, ob er ermordet wurde, lässt Staude uns wissen. So viel wird in jedem Fall klar: Die Rezensentin mag die Erzählerin, die niemandem gegenüber ein "Blatt vor den Mund" nimmt und klare Worte für ihre Trauer.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 18.10.2024

Rezensent Tobias Gohlis hat es "den Atem verschlagen". So raffiniert ist dieses Buch, so schlau konstruiert Thomas Knüwer seine Spannungsbögen, so souverän springt er zwischen verschiedenen Zeitebenen, und so überzeugend zeichnet er seine Ü-80-Protagonistin, eine der wohl störrischsten "alten Damen der Weltliteratur", dass Gohlis diesen Krimi glatt für das Werk eines etablierten und erfahrenen Autors halten könnte. Doch Knüwer ist Debütant und "Das Haus in dem Gudelia starb" sein hervorragender Erstling, lobt der Rezensent, für den damit eigentlich alles gesagt ist.