Seit die Archäologie die Zeugnisse vergangener Kulturen systematisch untersucht, hat sie immer wieder Persönlichkeiten hervorgebracht, die sich durch aufsehenerregende Funde hervortaten. Viele waren außergewöhnliche Individuen: Dichter und Künstler, höhere Töchter und "Mannweiber", Sturköpfe und verschrobene Käuze. Andrea Rottloff gibt einen ebenso fachkundigen wie unterhaltsamen Überblick über Leben und Wirken der 46 bedeutendsten Archäologinnen und Archäologen. Neben weltberühmten Namen wie Schliemann, Winckelmann oder Gertrude Bell stehen heute beinahe vergessene wie Gerhard Bersu oder die Herzogin von Mecklenburg-Schwerin.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.02.2010
Wer wissen möchte, warum der große Ägyptologe Flinders Petrie gerne in leeren Grabkammern übernachtete, dem empfiehlt Rezensent Christian Jostmann das Buch "Die berühmten Archäologen", von Andrea Rotloff. Diese und andere Schrullen berühmter Archäologen von Adolf Furtwängler bis Lawrence von Arabien hat die Autorin, die selbst vom Fach ist, zusammengestellt, so der Rezensent. Leider beeinträchtige seiner Meinung nach die Voraussetzung von Fachwissen an manchen Stellen das Lesevergnügen. Obwohl Jostmann auch einige sprachliche und grammatische Mängel aufgefallen sind, findet er das Buch dennoch lesenswert.
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