Andrea Maria Dusl

Die österreichische Oberfläche

Österreich findet am Übergang zwischen Innen und Außen statt
Cover: Die österreichische Oberfläche
Residenz Verlag, Wien 2007
ISBN 9783701714865
Kartoniert, 240 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

ÖSTERREICH, DAS LAND zwischen Bodensee und Langer Lacke, zwischen Böhmerwald und den Karawanken. Das Land von Freud und Hitler, Almdudler und Fledermaus, Streif und Donauinsel. Existiert es überhaupt? Oder ist Schnitzelland nur eine Erfindung? Die österreichische Filmregisseurin und Essayistin Andrea Maria Dusl stellt die nüchterne Diagnose: Österreich ist eine Illusion. Eine Einbildung, ein Oberflächenphänomen. Der Punschkrapfen unter den Nationen. Das Fettauge in der europäischen Rindsuppe. "Die österreichische Oberfläche" beleuchtet essayistisch-kulturphilosophisch die österreichische Fassade von der Z-Kugel bis zu Schüssels Socken, seziert österreichische Verpackungen von der Schnitzelpannade bis zur Sozialpartnerschaft und widmet sich schonungslos der vielschichtigen Frage, woher wir kommen und wohin wir gehen. Andrea Maria Dusl deckt neue und alte Irrtümer auf und beantwortet einen Katalog voll ungestellter Fragen. Liegen Linz und Wien überhaupt an der Donau? War Kaiser Franz Josef Habsburger? Siegelte Figl den Staatsvertrag mit seinem Privatring? Und wem gehört Österreich überhaupt: Schröcksnadel oder Stronach?

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.01.2008

Besonders viel kann Rezensent Christian Jostmann nicht diesem Buch der Bloggerin und Kolumnistin des Wiener Stadtmagazin Falter, Andrea Maria Duss, abgewinnen, auch wenn er ihr ein "gewisses Stilgefühl" und einen "Reflexionsvorsprung" nicht absprechen mag. Zwar funktioniert es in Anbetracht der Tatsache, dass ihr Buch die "österreichische Oberfläche" schon im Titel führt, nicht so richtig, ihr Oberflächlichkeit vorzuwerfen. Doch dass die Autorin so viele Dinge als "Spezifika Österreichs" beschreibt, die auch außerhalb Österreichs existieren, stört den Rezensenten schon. Insofern wertet er das Buch vor allem als weiteres "Indiz, dass der Unterschied zwischen Österreich und Nicht-Österreich, namentlich Deutschland, zu schwinden droht".
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