Andrea De Carlo

Ein fast perfektes Wunder

Roman
Cover: Ein fast perfektes Wunder
Diogenes Verlag, Zürich 2017
ISBN 9783257070019
Gebunden, 400 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Maja Pflug. Der Sommer ist vorbei, doch Milena hält ihre Gelateria offen. Da die legendären 'Bebonkers' in dem provenzalischen Städtchen ein Konzert geben, werden Rockfans aus aller Welt erwartet - und finden vielleicht auch den Weg in ihren Laden. Mit dem Leadsänger der Gruppe hat sie allerdings nicht gerechnet. Nick ist bezaubert von den exquisiten Eissorten. Und von Milena. Welten trennen die beiden, doch eins haben sie gemeinsam: Sie versuchen, Wunder zu vollbringen. Milena in Form von Gelato und Nick mit seiner Musik.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.10.2017

Um Andrea De Carlos neuen Roman angemessen zu rezensieren hat es sich Rezensentin Maike Albath nicht nehmen lassen, ein eigenes Wort einzuführen für die Wirkung, die De Carlos humoristische Erzählkunst zuverlässig, alle zwei Jahre auf seine Leser hat: den "Flutscheffekt": Kaum hat man angefangen zu lesen, ist es auch schon wieder vorbei - rund 400 Seiten "weggeschlotzt" wie ein Wassereis im Sommer. Es ist wohl, überlegt Albath, De Carlos trotz aller Kritik an der materialistisch kühlen Gegenwart grundlegendes Vertrauen in die Menschheit, seine unter dem Schleier der Satire verborgene Liebe zum Menschen, die diesen Effekt ausmacht - immer wieder und auch in seiner neusten Geschichte über eine junge Eisverkäuferin und einen abgehalfterten Rockstar, die einfach nur das tun wollen, was sie können und lieben, deren Nächste jedoch andere Pläne für sie haben - eine witzige und fundierte Satire auf die "internationale Kulturszene", reich an komischen Verstrickungen und bunten Figuren - wie immer lesenswert, so die hocherfreute Rezensentin.
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