Klappentext
Deutsche Geschichte von der Jahrhundertwende bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, erzählt anhand beliebter Gegenstände: Es sind schöne und abstoßende, klassische und kuriose Dinge für Kinder und Erwachsene; Puppen in Uniformen, U-Boot-Modelle, Bildergeschichten, Brettspiele, Lottoscheine, Erotikspielzeug, Musikinstrumente, Schachfiguren oder Würfel für deutsche Soldaten angefertigt von jüdischen Kindern in den Ghettos. In den Spielsachen bildet sich Geschichte mit all ihren Aspekten ab: Technik, Wirtschaft, Politik, Erziehung, Frauengeschichte und Emanzipation, Imperialismus, Krieg, Rassismus, Fanatismus, Unrecht und Verbrechen.
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 10.01.2019
Mit Interesse hat Rezensentin Edelgard Abenstein diese Kulturgeschichte gelesen, in der der Historiker Andre Postert am Beispiel von Spielsachen den gesellschaftlichen Wandel von 1900 bis 1945 nachzeichnet. Wenn die Kritikerin liest, dass um 1900 der "Schwarze Peter" als "einfältiger Wilder" auf Quartettkarten zu sehen war oder dass Käthe Kruse mit dem Hitlerjungen "Friedebald" eine Puppe auf den Markt brachte, die auch als SA-Püppchen erhältlich war, lernt Abenstein, dass Spielzeug keinesfalls immer "harmlos" ist. Eine theoretische Grundlage, etwa mit Bezügen zu den Erkenntnissen von Psychologen und Philosophen zu Spieltheorien, vermisst die Rezensentin allerdings.
Themengebiete
- Erster Weltkrieg
- Geschichte Deutschland, 20. Jahrhundert, Erster Weltkrieg
- Geschichte Deutschland, 20. Jahrhundert, Neuerscheinungen 2018 bis 2019
- Historische Neuerscheinungen 2018
- Kulturgeschichtliche Neuerscheinungen aus Deutschland 2015 bis 2018
- Neuerscheinungen zum Ersten Weltkrieg 2014 bis 2019
Kommentieren