Aus dem Amerikanischen von Thomas Stegers. Ein Bibliothekar an der New York Library gerät unter den Bann eines exzentrischen älteren Herrn, der einen ganz besonderen Auftrag für ihn hat.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.03.2003
Die Ausgangsthese des Autors fasst Kai Martin Wiegandt so zusammen: die wahren Abenteuer passieren heute nicht mehr in der großen weiten Welt der Kontinente und der Meere, sondern im Inneren. Warum also nicht in einem Bibliothekskatalog? Wiegandt hat gegen diese Hypothese nichts einzuwenden, zeigt sich am Ende jedoch schlicht gelangweilt. Wer sich für Enzyklopädien, Buchherstellung und Bibliothekskataloge interessiert, sei mit dem Buch bestens bedient, darüber hinaus vermittle Kurzweil eher Langeweile. Das liegt für Wiegandt eindeutig daran, dass der Erzähler seine Position zur Belehrung missbraucht, seine Schilderung einer kriminalistisch angehauchten Bibliotheksrecherche (nach einer besonderen Uhr) recht langwierig abwickelt und dabei die Nebenfiguren äußerst flach oder karikaturhaft erscheinen lässt. Wiegandt kann jedenfalls nach über vierhundert Seiten "Die Leidenschaften eines Bibliothekars" nicht teilen.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Ulf Poschardt: Bückbürgertum Gefährlicher als die Shitbürger sind die Bückbürger. Jene Konservativen und Liberalen, CEOs und Manager, Bischöfe und Intellektuelle, Kanzlerinnen und Kanzler die - wider… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…