Robin Black

Wenn ich Sie liebte, würde ich Ihnen die Wahrheit sagen

Erzählungen
Cover: Wenn ich Sie liebte, würde ich Ihnen die Wahrheit sagen
Luchterhand Literaturverlag, München 2012
ISBN 9783630873237
Gebunden, 320 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Brigitte Heinrich. Robin Blacks Geschichten sind Erzählungen über die Liebe - und über das Fehlen oder den Verlust von Liebe, und wie unser Leben davon bestimmt und verändert wird. Da ist eine schwerkranke ältere Frau, die an der lieblosen Gedankenlosigkeit ihres Nachbarn zu zerbrechen droht. Da ist der Vater eines blinden Mädchens, den die abgöttische Liebe zu seiner Tochter selbst blind sein lässt für das elementare Verlangen der Tochter, einmal auszubrechen aus ihrem ständig behüteten Leben und zeigen zu können, wie selbständig sie eigentlich längst schon ist. Oder da ist die Frau, die damit leben lernen muss, dass der Mann, den sie liebt, bald sterben wird.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.05.2013

Thorsten Gräbe ist geteilter Meinung über das Erzähldebüt der amerikanischen Autorin Robin Black. Der Band enthält laut Gräbe sowohl starke Stücke, die Zweifel anmelden an der Erzählbarkeit unserer Daseinsgeschichten, aber auch nah am Sozialkitsch angesiedelte Texte. Die meisten von Blacks Figuren müssen mit Verlusten umzugehen lernen, schreibt Gräbe. Am besten gefallen haben ihm diejenigen Geschichten im Band, die von Trauer, Schmerz, Scheitern handeln und davon, wie sich darüber sprechen lässt - oder eben nicht.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.06.2012

Handwerklich durchaus geschickt und gelungen findet Christoph Schröder diesen Band mit zehn Erzählungen, an denen der Autor acht Jahre lang gearbeitet haben will, ganz sicher stecke also viel Sorgfalt darin und, versichert der Rezensent, sei nichts daran langweilig oder gar ärgerlich. Trotzdem verspürt er nach der Lektüre dieser Geschichten, die den gehobenen Mittelstand immer wieder mit sich allmählich manifestierendem oder schlagartig einstellendem Unglück konfrontiere, einen Rest Unbehagen. Woran liegt's? "Strebertum" sei als Vorwurf zwar "wohlfeil", schreibt Schröder, doch sei die Schilderung schweren Unglücks hier "formal geradezu panisch geordnet" und in allzu sichere Bahnen gelenkt. Auch seien Blacks der Reportage entliehene Tricks beim Einstieg in die Geschichten als Methode bald zu offensichtlich, schließt der Rezensent.Schröder
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