Aljoscha Neubauer, Elsbeth Stern

Lernen macht intelligent

Warum Begabung gefördert werden muss

Klappentext

Begabung ist wichtig, aber nicht selten kann ein Weniger an Begabung durch ein Mehr an Lernen wettgemacht werden, so die zentrale These der Kognitionspsychologen Aljoscha Neubauer und Elsbeth Stern. In ihrem Buch erläutern sie die genetischen und neurobiologischen Grundlagen für Begabung und Lernen. Sie gehen der Frage nach, welche Rolle den Umweltbedingungen dabei zukommt und welche Lernangebote man in welchem Alter machen sollte. Aus diesen Erkenntnissen leiten die Autoren wichtige Forderungen für die Unterrichtsgestaltung ab.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.04.2007

Ein Trost für die weniger hellen Köpfe sei diese Studie, verspricht Rezensent Tanjev Schultz. Zugleich werde hier "kompetent" mit einer Reihe von gängigen Thesen zum Thema Intelligenz aufgeräumt, beispielsweise in Hinsicht auf den Unterschied der Geschlechter, der eher marginal gegenüber den Ähnlichkeiten sei. Aljoscha Neubauer und Elsbeth Stern würden zwar keine neuen Erkenntnisse präsentieren, aber ihr Überblick über den Stand der Forschung führe doch zu neuen Handlungsmaximen für die Erziehung. Insbesondere bei der allgemeinen Hysterie um die frühkindliche Entwicklung, so der Rezensent, wären die Autoren keineswegs Befürworter eines "je früher desto besser". Vielmehr könnten natürliche Lernprozesse sogar gestört werden, wenn Kinder nicht mehr den Raum für ihr eigenes Entdecken der Welt hätten und mit Stimulationsspielzeug drangsaliert würden. Und dann sei da noch das alte Thema, hebt der Rezensent den Zeigefinger, des Auswendiglernens, das die Autoren allen Pädagogen nachdrücklich ans Herz legen würden. Denn Wissen käme nun mal von Lernen, aber vor allem fördere vermeintlich dummes Lernen erwiesenermaßen die Intelligenz.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de