Gemeinschaftsausgabe mit dem Bärenreiter-Verlag. Mit 16 s/w Abbildungen und zahlreichen Notenbeispielen. Alexander L. Ringers Schönberg-Monographie erzählt das Leben im Werk des bedeutenden Neuerers und Schöpfers der Zwölftonmusik.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.01.2004
"Schönberg boomt": Mit Freude konstatiert die Rezensentin Anne C. Shreffler zu Beginn ihrer Rezension ein neu auflebendes Interesse an Arnold Schönberg, der nun endlich nicht mehr als "hirnlastiger Notenzähler" gelte. Zwar finde das breite Publikum ihn nach wie vor sperrig, aber Schönbergs große Werke, etwa sein "Moses und Aron" und seine "Fünf Stücke für Orchester", seien fest im Repertoire verankert. Shreffler zeigt sich überzeugt, dass auch Ringers Biografie zu dieser längst fälligen Popularisierung des Komponisten beitragen könne. Nach der Konzentration auf das musikanalytische "Notenzählen" in den siebziger Jahren empfindet findet sie Ringers von der Biografie ausgehende Betrachtungsweise dabei offensichtlich als wohltuend. Sehr wichtig, so führt sie aus, sei hier das Moment der jüdischen Religiosität bei Schönberg, aber auch bei Ringer selbst: "Schönbergs eigene Weltanschauung", so zitiert sie Ringer, "beruhte letzten Endes auf dem Begriff der Auserwähltheit des Künstlers im Ebenbild der Auserwähltheit Israels". Hieraus entwickelt Ringer auch eine musikanalytisch-religiöse Darstellung der Zwölftontechnik, die Shreffler durchaus einzuleuchten scheint. Shreffler merkt an, dass Ringer manchmal "suggestiv" formuliere und "mehr zu assoziativem Denken anregen als beweisen" wolle - aber auch hier scheint sie dem Autor, der kurz vor der Veröffentlich des Buchs gestorben ist, gerne zu folgen.
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