Aus dem Russischen und mit einem Nachwort von Peter Urban. Gribojedows Theaterstück ist die berühmteste russische Komödie, die in Deutschland, trotz mancher Übersetzungsversuche, nie heimisch geworden ist - schon gar nicht auf der deutschen Bühne. Dabei geht es nicht um irgendein Lustspiel, sondern um die erste und größte russische Gesellschaftskomödie, noch vor den Komödien Gogols. In Russland ist sie so populär wie bei uns der Zerbrochene Krug und Minna von Barnhelm zusammen, eine Komödie, von der Alexander Puschkin schrieb, daß sie eine "unbeschreibliche Wirkung" erzeugt und ihren Autor Gribojedow "mit einem Schlag in eine Reihe mit unseren ersten Dichtern" stellt. Auch der Fürst Odojevski nennt Gribojedow den "vielleicht einzigen Schriftsteller, der das Geheimnis gelüftet hat, wie unsere gesprochene Sprache aufs Papier zu übertragen sei".
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.01.2005
Eine wahre Hymne singt Ulrich M. Schmid auf die Übersetzungsleistung von Peter Urban, der Alexander Gribojedow Komödie "Wehe dem Verstand" neu übersetzt hat. Redewendungen aus diesem (auf deutschen Bühnen nahezu unbekannten) Theaterstück prägen bis heute die russische Sprache, weiß der Rezensent. Er lobt, dass Urban - anders als viele Übersetzer vor ihm - Gribojedows sentenzenhafte Sprache in schnörkellosem Deutsch wiedergibt, was allerdings, so räumt er ein, bisweilen etwas zu salopp klinge. Trotzdem sei Urban ein "Meilenstein in der deutschen Rezeption" des Textes gelungen, die Jamben läsen sich wie "ungezwungene Prosa" und wie ein "unaufdringliches Organisationsprinzip" wirke der sich "ab und zu einstellende" Reim. So hofft Schmid, dass das Stück, das von einem Intellektuellen mit westlicher Bildung handelt, der schließlich an den Intrigen der Moskauer Gesellschaft zugrunde geht, seinen Weg auf die deutschen Bühnen findet. Verdient hätte er es seiner Meinung nach - nicht nur wegen seiner "eminent politischen" Bedeutung.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Dörte Hansen: Broder "Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben…