Die Psalmen hat das Christentum übernommen, die im Raum der lateinischen Kultur entstandenen Hymnen sind sein eigener Beitrag zur Lyrik der Weltliteratur. Im 4. Jahrhundert setzt diese für Gottesdienst und private Frömmigkeit gedachte Literatur ein. Am Ende des Mittelalters ist der Bestand auf annähernd dreißigtausend Titel angewachsen. Hunderte sind in der Neuzeit im ständigen liturgischen Gebrauch geblieben. Aus diesem Schatz werden in der vorliegenden Ausgabe dreiunddreißig Titel ausgewählt. Auf den lateinischen Text folgt jeweils eine Neuübersetzung oder eine liturgisch verwendete Nachdichtung. Einige Bemerkungen zur Textüberlieferung und ein ausführlicher Kommentar erschließen jeweils den Hymnus. Die Auswahl folgt dem Ablauf des Kirchenjahres und des monastischen Stundengebets. Sie ist exemplarisch für die literarische und theologische Vielfalt des Genres und kann als kleine poetische Summe der lateinischen Tradition des Christentums gelesen werden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.10.2012
Thomas Kapielski kann sich für lateinische Hymnen begeistern, das merkt man seiner Rezension an. Alex Stock, ein emeritierter Kölner Theologe, hat in "Lateinische Hmynen" ebensolche versammelt, dreiunddreißig an der Zahl, dem kirchlichen Festkalender folgend, immer je einen Hymnus zur Matutin, zu den Laudes, zur Komplet, erklärt der Rezensent. Die Auswahl umfasse beispielhafte Werke, besonders anschauliche und besonders schöne. Allen Hymnen sind Kommentare beigefügt, Analysen und Übersetzungen - letztere auch vom Autor selbst auf "löbliche Weise, nahe am Text, am Reim, zugleich gefällig". Ein weiteres Lob spricht Kapielski der Buchgestaltung aus; es sei "nicht marktschreierisch" aufgemacht, Redaktion, Typografie und Korrektur seien "so unauffällig wie sorgfältig".
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…