Aus dem Italienischen von Ulrike Stopfel. Vor 100 Jahren eine quirlige Goldgräberstadt in Namibia, heute begraben im Wüstensand; einst der größte Freizeitpark Ostdeutschlands, heute allenfalls als Filmkulisse genutzt. Was ist da schiefgelaufen? Davon erzählt dieses Buch. Es führt zu den spektakulärsten Architekturflops der ganzen Welt, vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute: zu monumentalen Geisterstädten in Asien, den traurigen Überbleibseln amerikanischer Shoppingmalls oder einer Atomzentrale auf der Krim. Es berichtet von ehrgeizigen Plänen, gescheiterten Visionen und überoptimistischen Erwartungen - in unterhaltsamen Geschichten und beeindruckenden Fotos. Ein schön-schauriges Vergnügen, zum Staunen und Sich-Überraschen-Lassen!
Staunend, schadenfroh und vergnügt hat Rezensent Adriano Sack Alessandro Biamontis Bildband über gescheiterte, größenwahnsinnige Architekturprojekte durchgeblättert und gelesen. Der Kritiker reist in diesem Band von Taiwan, wo die verfallenen wabenähnlichen Ufo-Häuser in Sanzhi Pod City heute aussehen wie ein "Konservendosenfriedhof", über eine "fake-french"-Siedlung in China bis Paris, wo die Bahnhöfe der Metrolinie Chatelet langsam zerbröckeln. All die architektonischen "Scheiterhaufen" eint die realitätsferne Planung und der finanzielle Verlust, erfährt Sack hier. Biamontis instruktives Vorwort und die differenzierten Begleittexte hat der Kritiker ebenfalls mit Gewinn gelesen.
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