Das Werk von Paul Möbius (1866-1907), vergleichbar dem Schaffen von Joseph Maria Olbrich (1867-1908) in Wien und Darmstadt und von Richard Riemerschmid (1868-1957) in München, hat bisher noch nicht die ihm angemessene Würdigung gefunden. Den interessierten Zeitgenossen allerdings war der Baumeister des Leipziger Jugendstils ein Begriff, seine Bauten wurden in Ausstellungen und Fachzeitschriften bekannt gemacht. So ist der hundertste Todestag des mit einundvierzig Jahren früh verstorbenen Architekten Anlass, Paul Möbius und sein Werk erstmals in einer Monographie vorzustellen. Das Buch begleitet eine Ausstellung in Leipzig. Der bedeutendste Architekt des Jugendstils in Leipzig. Erste Monografie mit Werkverzeichnis.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.04.2007
"Überfällig" ist dieser Band zum hundertsten Todestag des Leipziger Jugendstil-Architekten Paul Möbius, meint Günter Kowa, der sich freut, dass sich ihm und seinem Lebenswerk nun die beiden Leipziger Autoren Stefan W. Schwarz und Bodo Pientka angenommen haben. Der Rezensent preist die ansprechende Aufmachung und die gründliche Recherche, die diesen Band auszeichnen, und er findet, dass die vielen Fotos der heute noch erhaltenen Gebäude einen guten Einblick in die charakteristische Gestaltung der Wohnhäuser und Villen von Möbius bieten. Überzeugend findet Kowa auch die kritischen Anmerkungen der Autoren zu Gebäude-Restaurierungen, die mitunter sehr am ursprünglichen Konzept des Architekten vorbeigehen. Der Rezensent würdigt das Buch als gelungenen Versuch, einen wenig beachteten Architekten wieder ins Bewusstsein zu heben.
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