Alan Scott Berg

Katharine Hepburn

Ein Jahrhundertleben
Cover: Katharine Hepburn
Karl Blessing Verlag, München 2003
ISBN 9783896671684
Gebunden, 384 Seiten, 21,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Reiner Pfleiderer und Andrea Kann. Katharine Hepburn gewann vier Oscars und zwölf Nominierungen, ein einzigartiger Hollywood-Rekord. Sie stand siebzig Jahre lang im Licht der Öffentlichkeit. Und dennoch verstand es diese Frau, ihr Leben ganz nach ihren eigenen Regeln zu gestalten und ihre Privatsphäre vor der Öffentlichkeit weitgehend zu schützen. Als sie 1983 den 33-jährigen Biografen A. Scott Berg kennen lernte, war sie fünfundsiebzig. Sie haben viel Zeit miteinander verbracht und zahllose Gespräche geführt in den letzten zwanzig Jahren ihres Lebens. Sie wusste und sie wollte, dass er über sie schreibt, und sie nutzte die gemeinsamen Stunden auch dazu, sich zu erinnern, nachzudenken über sich, über Menschen und Ereignisse aus ihrer Vergangenheit, ab und zu sogar über den Sinn des Lebens.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.08.2003

Ein "spannendes Buch" erblickt Susan Vahabzadeh in A. Scott Bergs "Katharine Hepburn. Ein Jahrhundertleben". Respektvoll im Ton und ohne schmutzige Details, erscheint Hepburn bei Berg als "klug, angenehm böse und sehr bodenständig", berichtet Vahabzadeh. Frei von Tratsch ist das Buch allerdings nicht: Vor allem die minutiöse Schilderung eines Abendessens mit Michael Jackson, bei dem auch Berg zugegen war, hat die Rezensentin amüsiert. Eine Biografie im strengen Sinn ist Bergs Buch nach Einschätzung Vahabzadehs nicht. Wie schon bei Bergs Charles-Lindbergh-Biografie vermisst sie auch hier die Distanz zum Gegenstand - was sie nicht weiter verwundert, schließlich war Berg über 20 Jahre mit der am 29. Juni diesen Jahres verstorbenen Schauspielerin befreundet, ein Umstand, der sich in den stark selbstdarstellerischen Zügen des Buches niederschlägt. So gleicht "Ein Jahrhundertleben" für Vahabzadeh eher einem "dokumentarischer Roman", in dem eine der beiden Hauptfiguren zufällig die größte Schauspielerin aller Zeiten sei. Aus dieser Perspektive betrachtet findet sie Bergs Hepburn-Buch "gelungen".
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