Alain Mabanckou

Die Lichter von Pointe-Noire

Cover: Die Lichter von Pointe-Noire
Liebeskind Verlagsbuchhandlung, München 2017
ISBN 9783954380794
Gebunden, 272 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Holger Fock und Sabine Müller. Im Juni 2012 reist Alain Mabanckou zum ersten Mal seit dreiundzwanzig Jahren in den Kongo. In seiner Heimatstadt Pointe-Noire wird er begeistert empfangen, schließlich ist aus dem jungen Mann, der einst zum Studieren nach Frankreich ging, ein erfolgreicher Schriftsteller geworden. Seine weitläufige Verwandtschaft weiß, dass er manchmal im Fernsehen auftritt, dass er in der Nähe von Hollywood lebt und viele Weiße seine Bücher lesen. Doch Alain Mabanckou muss erkennen, dass sein Besuch in der Heimat keine Rückkehr nach Hause ist. Überall hat er das Bild seiner Mutter vor Augen, die alt geworden und gestorben ist, während er fern von ihr in einem fremden Land lebte. Und so wird aus seinen Streifzügen durch die Stadt eine Reise in die eigene Kindheit. Denn er erinnert sich an den Rat, den seine Mutter ihm mit auf den Weg gegeben hat, als die beiden sich zum letzten Mal begegneten: Heißes Wasser vergisst nie, dass es einmal kalt war.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 02.09.2017

Knapp, aber hymnisch bespricht Rezensent Ulrich Gutmair dieses Buch des kongolesischen Schriftstellers Alain Mabanckou, der ihm hier die persönliche und zugleich "universelle" Geschichte eines Kindes erzählt, das sich nach der von der Mutter gewünschten "Abnabelung" schuldig fühlt. Voller Poesie und Melancholie steckt dieses "kluge" Buch, in dem Mabanckou den Leser noch einmal in seine Heimatstadt Pointe-Noire mitnimmt und ihn mit Verwandten und verschiedenen Bewohnern der Stadt so vertraut macht, dass der Kritiker nicht nur das Gefühl hat, die geschilderten Personen zu kennen, sondern zugleich auch eine ferne Welt kennenlernt.

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