Herausgegeben im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte. Hauptherausgeber Horst Möller, Mitherausgeber Klaus Hildebrand und Gregor Schöllgen. Wissenschaftliche Leiterin Ilse Dorothee Pautsch. Ein Klimasturz im Ost-West-Verhältnis prägte das Jahr 1980: Der kurz zuvor verabschiedete NATO-Doppelbeschluss, in dem für den Fall eines Scheiterns von Rüstungskontrollverhandlungen die Nachrüstung amerikanischer Mittelstreckenwaffen in Westeuropa angekündigt wurde, vor allem aber die sowjetische Invasion in Afghanistan und die daraufhin ausgesetzte Ratifizierung des SALT-II-Vertrages drohten, die Ära der Entspannung zu beenden und zu einem neuen Rüstungswettlauf zu führen. Die Gefahr einer Intervention in Polen, wo mit "Solidarnosc" erstmals eine freie Gewerkschaft im Ostblock entstand, verdüsterte die internationalen Beziehungen zusätzlich, ebenso die Geiselnahme amerikanischer Botschaftsangehöriger in Iran.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.06.2011
Gewohnt fasziniert werden in der FAZ die neuesten Bände aus der Aktenedition des Auswärtigen Amtes besprochen. Was unter der wissenschaftlichen Leitung von Ilse Dorothee Pautsch, wie Rezensent Rolf Steininger findet, hervorragend ediert, in den Buchhandel kommt, hält für den Leser laut Rezensent nicht nur aufschlussreiche Sätze Chruschtschows zur Berliner Mauer parat. Steininger lernt auch einiges über das Verhältnis Schmidt-Carter, das Bonner "Nuklearkabinett" sowie über Israel, Iran und den Einmarsch der Sowjets in Afghanistan.
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