Aus dem Schwedischen von Ulla Ackermann. In einem von der Estonia-Katastrophe erschütterten Schweden ist der Kommissar Tomas Wolf von seinem eigenen Trauma schwer gezeichnet. Nur die Liebe zu seinen Kindern und seine Tablettensucht scheinen ihn am Leben zu halten. Doch als in der Silvesternacht 1995 ein Mann mit Kopfschuss hingerichtet wird, erwacht er aus seinem Dornröschenschlaf. Währenddessen forscht die Journalistin Vera Berg in einem Vermisstenfall, dessen Spuren Tomas in ein verdächtiges Licht rücken. Als ein weiterer bestialischer Mord geschieht, kreuzen sich die Wege von Tomas und Vera, und sie sind erneut gezwungen zusammenzuarbeiten. Doch was verheimlicht Tomas, und kann Vera ihm wirklich vertrauen?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2024
Ein bisschen zu viel hat sich der zweite Schwedenkrimi von Pascal Engman und Johannes Selkar vorgenommen, konstatiert Rezensent Stephan Opitz: Die Handlung spielt in den Neunziger Jahren. Im Zentrum stehen Prostitution und Menschenhandel an der deutsch-tschechischen Grenze, kontrolliert von der bulgarischen Mafia. Die beiden Ermittler Lars Johannsson und Tomas Wolf sollen die Prostituierte Ellen Alm zurück nach Stockholm bringen. Dass dazu noch die sozialen Umstände der Protagonisten geschildert werden, erweckt bei Opitz den Eindruck, dass an den Erfolg von Autoren wie Persson und Sjöwall/Wahlöö angeknüpft werden soll. Das glückt leider nicht immer, insgesamt gesteht der Rezensent den Autoren aber trotzdem erzählerisches Können und umfassende Recherchearbeit zu.
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