Aino Trosell

Die Taucherin

Roman
Cover: Die Taucherin
Gustav Kiepenheuer Verlag, Leipzig 2001
ISBN 9783378006355
Gebunden, 253 Seiten, 17,84 EUR

Klappentext

Aus dem Schwedischen von Gisela Kosubek. Fünf Taucher werden zu einem Einsatz auf eine Bohrinsel in der Nordsee gerufen. Im Auftrag der Gesellschaft Deep Seahorse sollen sie herausfinden, ob die seit neustem auftretenden Förderverluste mit einem Leck an der Pipeline zusammenhängen. Als sich die internationale Crew vor dem Abflug zur Ölplattform trifft, müssen die vier Männer feststellen, daß ihr fünfter Mann eine Frau ist...

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 08.08.2024

Rezensentin Meike Feßmann zeigt sich rundum überzeugt von Verena Boos' neuem Roman, der in Valencia spielt und von zwei Frauen jenseits der 40 erzählt: Eine ist Deutsche, die andere Spanierin, letztere verschwindet auf einmal spurlos und erstere beginnt mitten in einer Lebenskrise die andere zu suchen. Das Leben als stetig befristet beschäftigte Wissenschaftlerin ist ebenso Thema wie die Gefahren des Tourismus und das Phänomen "Bebés robados", der mithilfe der katholischen Kirche systematisch geraubten Kinder während der Franco-Diktatur, womit das Verschwinden einer der Frauen möglicherweise zu tun hat. Ein Roman, der trotz der schwierigen Themen "von Licht und Wärme belebt" ist, befindet Feßmann.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.12.2001

Sabine Brandt lobt, wie "leichthändig" die schwedische Autorin Aino Trosell in ihrem Roman "Seelenforschereien", "Kriminalstory" und "klassische Beziehungsdramen" zu verbinden weiß. Als einzige Kritik merkt sie an, dass der Roman, der im Milieu der Berufstaucher spiele, aufgrund der zahlreichen Termini technici an Spannung verliere, besonders wenn man sich damit nicht auskenne. Der Roman handelt aber nicht nur vom Tauchermilieu, sondern gleichzeitig von einem Männermilieu, erklärt Brandt, wobei es keinesfalls alleine um diesen feministisch angehauchten Handlungsstrang gehe, keine Angst also. Ein gelungenes "Kapitän-Nemo-Abenteuer", findet die Kritikerin, bei dem der Leser die Luft anhalte.
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