Aus dem Amerikanischen von Eva Bonne. Auch nach dreizehn Jahren Ehe kann sich David Pepin ein glückliches Leben ohne seine Frau Alice nicht vorstellen. Doch als sie vor seinen Augen am Küchentisch ihrer New Yorker Wohnung tragisch erstickt, wird aus seiner Furcht, sie zu verlieren, Wirklichkeit. Und als wäre das nicht schrecklich genug, lassen ihn die tragischen Umstände ihres Todes wie den Schuldigen aussehen. Das Bild aber, das im Laufe des Verhörs durch die Polizisten Sheppard und Hastroll von der Ehe der Pepins entsteht, ist ein ausgesprochen komplexes. Ein Bild, wie es Sheppard und Hastroll auch aus ihrem eigenen Leben kennen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 15.04.2011
Als ein "außergewöhnliches Buch" würdigt Rezensent Thomas Lang diesen Debütroman von Adam Ross. Inhaltlich wie formal hält er "Mister Peanut" für sehr anspruchsvoll. So lobt er den kunstvollen, komplexen Aufbau des Romans, das gekonnte Spiel mit kulturellen Bezügen und Elementen des Kriminalromans, den Wechsel von Erzählebenen. Doch die Geschichte eines kinderlosen, erfolgreichen New Yorker Paares, die nach dem Tod der Frau mit den Geschichten der Ermittler verwebt wird, scheint ihm nicht nur in formaler Hinsicht beeindruckend. Er schätzt den Autor auch für seine meisterhafte Beschreibung der Abgründe zwischenmenschlicher Beziehungen. Das "Drama der Nähe", das Ross zwischen den Eheleuten entwickelt, liest sich für Lang noch spannender als die Verhöre des unter Mordverdacht geratenen Gatten.
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