Aus dem Amerikanischen von Brigitte Jakobeit. Zur Beerdigung ihres Vaters kehrt die junge Anthropologin August zurück nach New York, Stadt ihrer Kindheit. Hier, auf den Straßen Brooklyns, ist sie aufgewachsen. Hier hat sie Angela, Gigi und Sylvia getroffen, ihre drei Freundinnen, mit denen sie unzertrennlich über das glühende Pflaster Brooklyns der 70er-Jahre zog. Weiße verließen das Viertel, Drogendealer und traumatisierte Vietnamveteranen waren ihre Nachbarn, doch mit ihren Freundinnen fühlte sich August unverwundbar. Nichts schien unmöglich, wenn sie nur zusammenhielten. Doch haben sie dieser Welt etwas entgegenzusetzen? - "Ein anderes Brooklyn" erzählt von Freundschaft, Erinnerung und Aufwachsen in einem Brooklyn, das es so nicht mehr gibt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.03.2018
Rezensent Patrick Bahners kann nur staunen, wie konzentriert Jacqueline Woodson in ihrem Buch erzählt. Alles Überflüssige bleibt ausgespart in dieser Geschichte über eine Kindheit in Bushwick, Brooklyn vor 40 Jahren, erklärt der Rezensent, Erinnerung wird nicht ausgemalt, alles Dargestellte bleibt vorübergehend. Dass dabei einer Einzelheit große Deutlichkeit zuteil werden und die Rührung des Lesers provozieren kann, lässt Bahners nicht unerwähnt. Für ihn fühlt es sich an, als hätte er die Geschichte schon einmal gehört und wäre selbst Teil davon.
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