Vorgeblättert

Richard Cobb: Tod in Paris

17.03.2011. Wasserleichen haben viel zu erzählen. Der englische Historiker Richard Cobb (1917 - 1996) hat die Akten eines Pariser Leichenschauhauses kurz nach der Französischen Revolution zum Sprechen gebracht. Es sind spannende Einsichten in die damalige Gesellschaft. Hier ein Auszug aus: "Tod in Paris. Die Leichen der Seine 1795 - 1801".
Richard Cobb: Tod in Paris
Die Leichen der Seine 1795-1801

Aus dem Englisch von Gabriele Gockel und Thomas Wollermann

Klett-Cotta, Stuttgart 2011
201 Seiten, gebunden, Euro 19,95

Erscheint am 24. März 2011

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Klappentext: Mit kriminalistischer Akribie vertieft sich Richard Cobb in die Akten eines Pariser Leichenschauhauses. Zutage kommen faszinierende Bruchstücke einer Alltagsgeschichte armer Schlucker aus dem Paris der Revolutionszeit.
Selbstmörder in Paris um 1800: Was mag einen Menschen bewogen haben, seinem Leben in der Seine ein Ende zu setzen? Und was kann ein Historiker über diese Menschen und ihre Beweggründe herausfinden, der heutzutage die Obduktionsprotokolle von Wasserleichen aus der Seine studiert? Angaben über Alter, Beruf, Familienstand, Wohnviertel, Herkunft führen mitten hinein in den Alltag der Armen und Marginalisierten in der revolutionserschütterten Großstadt. Das liest sich teilweise wie ein Krimi, und der Autor agiert wie ein Detektiv. Ein Lehrstück darüber, wie Historiker über verstaubte Akten die Vergangenheit zum Sprechen bringen.

Zum Autor: Richard Cobb, geboren 1917, gestorben 1996, lehrte modern history an der University of Oxford, nachdem er 15 Jahre ohne universitäre Anbindung in französischen Archiven verbracht und in Frankreich seine ersten Bücher publiziert hatte. Er war Spezialist für die französische Geschichte der Revolutionszeit und Mitglied der französischen Ehrenlegion.


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