Vorgeblättert

Jean-Pierre Abraham: Der Leuchtturm

05.07.2010. "Die Angst des Leuchtturmwärters vor dem Leuchtturm" könnte der Titel dieses existenzialistischen Berichtes des Jean-Pierre Abraham sein, der in den sechziger Jahren auf Ar-Men, dem westlichsten Leuchtturm vor der bretonischen Küste, die Welt auslotet. Lesen Sie hier Auszüge aus "Der Leuchtturm".
Jean-Pierre Abraham: Der Leuchtturm
Aus dem Französischen von Ingeborg Waldinger

Jung und Jung Verlag, Salzburg 2010
160 Seiten, gebunden, Euro 17,95

Erscheint am 27. Juli 2010

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Klappentext: Dieses Buch berichtet vom Leben auf einem Leuchtturm in den sechziger Jahren, also in einer Zeit, als die Feuer der Leuchttürme noch von Männern bedient werden mussten, die sich ein Leben zutrauten, in dem es außer den regelmäßigen Verrichtungen im Turm keine andere Abwechslung gab als das Wetter, die Vögel und die eigenen Gedanken, drei 'Dinge' also, die dazu neigen, unter den gegebenen Umständen trotz aller Varianten wie das Immergleiche zu wirken.
Armen ist bretonisch und heißt 'der Stein'; es ist der Name des am weitesten in den Atlantik hinaus gesetzten Leuchtturms der ganzen Bretagne. Dort hat Jean-Pierre Abraham drei Jahre lang als Wärter gearbeitet, zwar alle paar Wochen von einem Landgang unterbrochen - wenn das Wetter das Festmachen eines Küstenbootes zuließ -, ansonsten aber dem Toben des Meeres überlassen, bisweilen dem knappen Dialog mit einem Kollegen und zumeist dem eigenen Brüten und Sinnen, unterbrochen von den praktischen Arbeiten, dem Feuern, Reparieren, Putzen, Kochen und, in seinem Fall, Aufschreiben von Tagesnotizen - auch das eine Art Arbeit.

Zum Autor: Jean-Pierre Abraham, geboren 1936 in Nantes, gestorben 2003 (Bretagne). Literaturstudium an der Sorbonne. Anfang der 1960er Jahre Leuchtturmwärter auf Armen (westlich der Insel Sein, Finistere, Bretagne). Lebte als Schriftsteller und Journalist zumeist im Finistere. Zuletzt erschien: "Au plus pre" (2004, Editions du Seuil).

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