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Elena Tregubova: Die Mutanten des Kreml

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07.09.2006. Als Elena Tregubova mit Vladimir Putin Shushi aß, war sie noch Kreml-Korrespondentin der Moskauer Tageszeitung "Kommersant" und er noch Chef des FSB (Nachfolgeorganisation des KGB). Sie berichtet in "Die Mutanten des Kreml" von der Psychologie der Macht und der Machtergreifung Putins und dem Zusammenhang zwischen Kreml und Oligarchentum. Lesen Sie einen Auszug.
Elena Tregubova: Die Mutanten des Kreml
Mein Leben in Putins Reich
Deutsch von Olga Radetzkaja und Franziska Zwerg

Tropen Verlag, Berlin 2006
384 Seiten, gebunden, Euro 19,80

Erscheint am 18. September 2006

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Zum Buch: Als die 25-jährige Journalistin Elena Tregubova 1998 von Vladimir Putin zu einem romantischen Sushi-Essen eingeladen wurde, war dieser noch Chef der KGB-Nachfolgeorganisation FSB und Jelzin führte väterlich das Regiment über den Kreml. Hier beginnt die wahre Geschichte der "Mutanten des Kreml", in der die Autorin die Psychologie der Macht und Machtergreifung Putins analysiert und den Zusammenhang zwischen Kreml und Oligarchentum im heutigen Rußland aufdeckt. Sie beschreibt ihr Leben als Journalistin und ihren Kampf für eine freie, unabhängige Presse. Im zweiten Teil des Buches berichtet die Autorin von den dramatischen Ereignissen nach dem Erscheinen ihres Buches in Rußland, von großem Erfolg und schließlich von der systematischen Demontage ihrer Person in der Öffentlichkeit.
"Die Mutanten des Kreml" ist eine schonungslose und sehr aktuelle Betrachtung des russischen Machtsystems und der kruden Psychologie des "Zaren" Putin.

Zur Autorin: Elena Tregubova, geboren 1973, arbeitete fünf Jahre lang als Kreml-Korrespondentin für die große Moskauer Tageszeitung "Kommersant". Noch in der zu Zeit Jelzins, wurde sie vom damaligen Geheimdienstchef Wladimir Putin umworben. Ungeachtet dessen entwickelte sich Elena Tregubova nach dem Amtsantritt Putins als Staatspräsident zu einer der engagiertesten Kritikerinnen der Kremladministration. Nachdem ihre kritische und unabhängige Berichterstattung ihr die Akkreditierung im Kreml kostete, schrieb Sie das Buch "Die Geschichten eines Kreml Diggers", das 2003 trotz zahlreicher Störungen bei der Auslieferung erscheinen konnte. Von dem Buch wurden mehrere hunderttausend Exemplare verkauft und es belegte wochenlang den ersten Platz der russischen Bestsellerliste. Zugleich löste es einen Skandal aus, der die systematische Demontage der Autorin in der Öffentlichkeit zur Folge hatte. Schließlich ist Elena Tregubova nur knapp einem Bombenanschlag vor ihrer Wohnungstür entgangen. Als unabhängige Journalistin kann Elena Tregubova in Russland nicht mehr arbeiten.
(Foto: Boris Zakharov)

Zu den Übersetzerinnen:
Olga Radetzkaja, geboren 1965, Studium der Slavistik und Komparatistik in Berlin und Moskau, seit 1993 freie Übersetzerin vor allem aus dem Russischen. Sie ist Co-Autorin des 90minütigen Dokumentarfilms Spurwechsel. Ein Film vom Übersetzen (2003).
Franziska Zwerg, geboren 1969 in Berlin, studierte Germanistik, Slavistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Berlin und Moskau und übersetzt Theaterstücke, Romane und Erzählungen aus dem Russischen.

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