Herausgegeben von Georg Stötzel und Thorsten Eitz. Unter Mitarbeit von Astrid Jährling-Marienfeld, Lea Plate u.a.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.03.2003
Mit der Sprache, findet Hermann Unterstöger, ist es so eine Sache: Einerseits gibt es da die Vorstellung, man könne mit ihr die Wirklichkeit ordnen und beherrschen; andererseits sei ja bekannt, dass Wort und Sache oft nicht übereinstimmen. Doch durch dieses ungewöhnliche Wörterbuch wird die "Grauzone zwischen Wortzauber und sprachlicher Vergeblichkeit" beispielhaft ausgemessen, freut er sich. Den Herausgebern gehe es darum zu zeigen, wie umkämpft der Wortschatz öffentlicher Diskurse ist: Ein Begriff hat einen ersten Auftritt, und in der Folge streiten die verschiedenen Interessengruppen um die Definitionsmacht - alle wollen sie mit Sprache die Wirklichkeit beherrschen. Wie biegsam die Begriffe sind, das werde hier anhand von 64 der bei Politikern so beliebten "Fahnenwörter" "von der 'Abtreibung' bis zur 'Wiedervereinigung'" demonstriert.
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