Aus dem Amerikanischen von Heike Schlatterer. Nella ist als einzige schwarze Lektorin zuständig für alle Diversity-Anliegen in einem von Weißen dominierten Verlag. Bis zu dem Tag, als mit Hazel eine zweite Schwarze in ihre Abteilung kommt. In die Freude über die neue Mitstreiterin mischt sich bei Nella schnell ein ungutes Gefühl: Nicht nur erobert Hazel mit ihrem coolen, hippen Auftreten im Sturm die Herzen der Kolleginnen. Auch fällt sie Nella mehrfach in den Rücken und lässt die erwartete Solidarität bei Own-voices-Fragen vermissen. Dann findet Nella einen Zettel auf dem Schreibtisch - mit einer klaren Aufforderung zur Kündigung. Stammt der Zettel von Hazel? Diese streitet das ab, doch es mehren sich die Zeichen, dass Hazel einen ganz eigenen Plan verfolgt …
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.08.2022
Rezensentin Frauke Steffens ist am Ende überrascht, dass Zakiya Dalila Harris ihre Geschichte um eine junge Schwarze, die in einem New Yorker Verlag Karriere machen will und dabei auf allerhand "strukturelle Barrieren" trifft, gegen Ende ins Fantastische dreht. Das gelingt zwar, der Roman hätte es aber gar nicht nötig gehabt, findet Steffens. Auch so fesselt sie der Text mit seinem Witz als Waffe gegen rassistische Anfeindungen, der in der Übersetzung von Heike Schlatterer laut Steffens auch meistens gut rüberkommt.
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