Aus dem Amerikanischen von Malte Krutzsch. Moe Bottomfeeder verkauft Gebete über Ebay und wird prompt von zwei Zementindustriellen belangt wegen Wirkungslosigkeit der bestellten Anrufung. Noch schlechter ergeht es Boris Ivanovich: Sein dreijähriger Sohn versiebt die Aufnahmeprüfung zur besten Elitevorschule New Yorks - und leitet damit den Untergang der erfolgreichen Sippe ein.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 06.12.2007
Entsetzt möchte Rezensentin Eva Menasse dieses Buch am liebsten sofort wieder einstampfen lassen, denn außer peinlichem Geplapper und müden Gags hat sie darin nicht gefunden. Überhaupt hat sie Zweifel, ob dieses schreckliche Machwerk überhaupt von Allen stammt und ihm nicht bloß untergeschoben wurde. Aber leider lässt sich Allens Autorenschaft an diesem holzhammerhaften, pubertären Vollrauschprodukt dann wohl doch nicht leugnen, weshalb die Rezensentin empfiehlt, schleunigst zur nächsten Videothek zu laufen, um alte Allen-Filme auszuleihen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.10.2007
Ein solides Stück Gagschreibekunst, so lautet Uwe Pralles Urteil über Woody Allens vierten Erzählband. Als Gagschreiber habe Allen schließlich auch einmal angefangen, wie Pralle bemerkt. Neben seiner Arbeit als Filmemacher sei er diesem "literarischen Ausgleichssport" immer treu geblieben. Allen könne an keinem Kalauer vorübergehen, wie "Also aß Zarathustra" beweise. Wenn die "kaustischen Erkundungen" die philosophische Burleske streifen wie bei der Geschichte rund um Nietzsches Diätbuch wird der Rezensent schon wacher, der bisher nur milde amüsiert war. Trotzdem empfiehlt er, das Buch nicht in einem Stück zu lesen, sondern häppchenweise. Denn Allen ziehe die Pointe am Wegesrand immer einem stringenten Plot vor, und das scheint den Rezensenten auf Dauer etwas zu ermüden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.09.2007
Schwelgerisch widmet sich Patrick Bahners dem neuen Story-Band von Woody Allen. Dieser, meint Bahners geradezu erleichtert, sei ganz der Alte. Seinem jeweiligen Stoff gewinne Allen noch immer Pointe über Pointe ab. Und wie das geht, erklärt Bahners auch. Nach den Regeln der Standup-Comedy, die nichts als den "reinen, sinnentleerten Moment" übriglässt. Inhaltliches, warnt Bahners, ist hier stets Klischee, also im Grunde unangreifbar.
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