In unserer Gesellschaft wächst eine latente Unzufriedenheit und die Lebensfreude schwindet. Woher kommt das? Was kann man dagegen tun? Die Autoren, ein Investment-Analyst und ein Dominikanermönch, beschreiben die Situation mit vielen einleuchtenden Beispielen aus dem Alltag. Ein Mangel an Lebenskultur führt zu einer einseitig arbeitsorientierten Lebenseinstellung und zu exzessivem Individualismus. Dabei geht die Fähigkeit zur spontanen Kontaktaufnahme und zum unbeschwerten Lebensgenuss verloren. Wenn auch in der Freizeit alles effizient erledigt werden muss, dann geht man in den Fitness-Club und nicht in einen Sportverein. Feste werden nur noch als Networking-Veranstaltungen erlebt. Wir müssen offenbar Freude am Leben erst wieder 'lernen'. Dass das möglich ist, davon sind die Autoren überzeugt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.07.2008
Zumindest kann das Buch keinen Schaden anrichten, findet Ernst Horst. Das Nachdenken darüber auch nicht. Der Rezensent nämlich entdeckt durchaus interessante Ratschläge. Auch seien die beiden Autoren, ein Investment-Analyst (Wolfgang Kiener) und ein Dominikaner-Frater (Johannes Weise) weit gereist, was für den Rezensenten bedeutet, dass sie von Gegenden wissen, wo sich's leben lässt. Darum geht es in diesem Buch: Lebensqualität. Dass die Autoren darunter etwas anderes verstehen, als Fernsehen und Shoppen, ist Horst schnell klar. Aber was dann? Kultur, erklärt Horst und sieht auch "Ideale des Ordenslebens durchschimmern", wenn das Gemeinschaftserlebnis, ritueller Art etwa, zum König der Lebensfreude erkoren wird. Die von Kiener und Weise aufgestellten Feindbilder Glotze und Geld, in einem Wort "Amerika", riechen für den Rezensenten zwar nach Klischee. Doch auch ein bisschen nach Wahrheit.
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