Mit zahlreiche Abbildungen. Herausgegeben von Wittfrida Mitterer, mit Beiträgen von Othmar Barth, Günther Ennemoser, Ettore Frangipane, Umberto Gandini, Rainer Graefe, Horst Hambrusch, Magdalena Weingartner-Hörmann, Herlinde Menardi, Wittfrida Mitterer, Roland Riz, Hugo Senoner und Gunther Waibl. Der Brenner ist ein Ort von internationaler Bedeutung. Bekannt ist er nicht nur als meistbefahrener Alpenpass, sondern auch als eine der vormals schwierigsten Grenzen Europas. Die Publikation thematisiert erstmals das Bautenensemble rund um den ehemaligen Schlagbaum. Die Entstehungsgeschichte des Gebäudebestandes an der so genannten Schicksalsgrenze von 1918 und der Veränderungsprozess des Grenzortes bis zur Aufhebung der Kontrollen durch das Schengener Abkommen 1998 werden im politischen und kulturellen Kontext dargestellt. Historische und aktuelle Fotografien, Pläne und Dokumente geben Einblick in eine Alltagskultur jenseits von gewohnter Alltäglichkeit und Normalität. Auf dem Streifzug durch die Geschichte ist es möglich, den Brenner in zwölf historischen Bildern nachzuerleben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.05.2006
Rezensent "uete" ist ziemlich beeindruckt von diesem Buch, das er als "faszinierende Bestandsaufnahme" des Grenzübergangs am Brenner lobt. Seine Qualität verdankt die als Katalog zu einer Ausstellung entstandene Publikation aus Sicht des Rezensenten vielen Fotos, Plänen und Textbeiträgen, die den Brenner unsentimental in seiner Tristesse porträtieren, schonungslos in seiner historischen Bedeutung als Grenzkontrollpunkt, über den hinweg nicht nur jüdische Gefangene deportiert, sondern auch Zigaretten und Suppenwürfel geschmuggelt wurden. Damit ist diese Dokumentation für den Rezensenten auch ein erster Beitrag zur "Rekultivierung" der Brenner-Passlandschaft, denn als Grenze sei der Brenner nach dem Schengener Abkommen ohnehin bedeutungslos geworden.
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