Mit 24 Kalotypien und einer Einführung von Colin Harding (auf Englisch). William Henry Fox Talbots "The Pencil of Nature" - zwischen 1844 und 1846 in Einzellieferungen erschienen - war das erste Buch, das ausschließlich aus Bildtafeln mit fotografischen Abbildungen bestand. Talbot, der Erfinder des Negativ-Positiv-Verfahrens, hoffte damit das Interesse für das neue Medium der Fotografie zu wecken, doch bereits nach sechs Folgen musste die Veröffentlichung aus finanziellen Gründen eingestellt werden. Mehr als 160 Jahre später ist das Buch als bedeutender Beitrag sowohl zur Geschichte der Fotografie als auch der Buchkunst allgemein anerkannt. Talbot erfand das Verfahren der Kalotypie, den Vorläufer der heutigen fotografischen Abbildungsverfahren. Seine Fotografien erhoben alltägliche Sujets in den Rang von Kunst.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.07.2011
Fasziniert zeigt sich Andrea Gnam von dieser Neuedition von William Henry Fox Talbots Fotobuch "The Pencil of Nature", das erstmals zwischen 1844 und 1846 in England erschien. Sie würdigt den Erfinder des Negativ-Positiv-Verfahrens als "eigentlichen Vorläufern der analogen Fotografie". Talbots Auswahl und Kommentierung seiner Bildgegenstände bezeugen für sie Kenntnisreichtum und große Sorgfalt. Sie sieht hier im Grunde die spätere Fotografiediskussion vorweggenommen. Zudem werden ihres Erachtens schon hier die Möglichkeiten des neuen Mediums sichtbar. Besonders schätzt Gnam an vorliegender Neuedition die hohe Qualität des Reprints, zum Beispiel eine "exakte Nuancierungen in der Tonigkeit".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.04.2011
Wolfgang Kemp nimmt sich diesen Reprint des ersten Fotobuchs der Geschichte vor und stellt fest: So unterschiedlich die von William Henry Fox Talbot gewählten Sujets und Aufnahme-Konzepte auch sind, eines bedeuten die Bilder stets: Aufgehobene Zeit und Zeitlichkeit, das Hier und Jetzt der Aufnahme. Dass Talbot das Foto in das Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit überführt, ist für Kemp das eine. Das andere sind die "souveränen" Texte zu den Fotos. Für Kemp sind sie nichts Geringeres als eine Einführung in die Kunst der Betrachtung von Fotografie.
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