Wilhelm Schmid

Schönes Leben?

Einführung in die Lebenskunst
Cover: Schönes Leben?
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000
ISBN 9783518412077
Gebunden, 182 Seiten, 15,24 EUR

Klappentext

Lebenskunst? Das Zeichen des modernen Lebens ist die fehlende Lebenskunst, denn dazu hat es der Moderne zu sehr an Muße gefehlt. Statt diesen Zustand tränenreich zu beweinen, geht es hier um die Arbeit an einer neuen Lebenskunst - für die Kultur einer anderen Moderne. Die Philosophie kann dazu einen Beitrag leisten, wenn sie ihren traditionellen Bezug zur Kunst, das Leben zu meistern, wieder entdeckt. Das Buch bietet ein Exkursion in den Raum der Philosophie, in dem die Frage nach dem Leben gestellt werden kann, um die Antwort zu suchen, die das Lebenkönnen wieder ermöglicht. dazu dient das Nachdenken über den Umgang mit Gewohnheiten, Lüsten, Schmerzen, Zeit und Tod, über Künste der Ironie, des "Negativdenkens", der Gelassenheit und eines ökologischen Lebensstils, der auf die entscheidende Herausforderung der Zeit zu antworten vermag.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.03.2001

Schamma Schahadat bespricht in ihrer Rezension zwei Bücher über Philosophie und Lebenskunst bzw. Erotik von Wilhelm Schmid: "Schönes Leben" und "Die Geburt der Philosophie aus dem Garten der Lüste" (beide Suhrkamp).
"Schönes Leben", schreibt die Rezensentin verärgert, ist ein einziges großes Missverständnis. Und wenn wir Schamma Schahadat da richtig verstehen, so liegt das daran, dass es einerseits bei einem recht anspruchsvollen Verlag erscheint, andererseits aber tatsächlich nicht mehr sein will als ein Ratgeberbuch in Sachen Lebenshilfe.
Wer sich wie Schahadat also für philosophische Zusammenhänge interessiert, sollte wohl besser zu dem hier ebenfalls erwähnten Band "Die Geburt der Philosophie aus dem Garten der Lüste" desselben Autors greifen. Darin werde mit zentralen Begriffen wie "Melancholie", "Schmerz" oder "Zorn" um einiges behutsamer umgegangen als in "Schönes Leben".

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.01.2001

Diese "Einführung" ist zum großen Teil, so der Rezensent (Kürzel upj.), die gekürzte und neu geordnete Fassung von Wilhelm Schmids philosophischer Studie zur "Philosophie der Lebenskunst", die 1998 erschien. Das Buch wendet sich gegen die schnelllebigen Zeiten, die uns von der Aufmerksamkeit und - in der Anknüpfung an die Antike - "Selbstsorge" abhalten, die für das vom Autor beschriebene bewusstere Leben grundlegend sind. Der Rezensent enhält sich jeden Urteils, fragt sich aber, was in der von Suhrkamp mit diesem Band eröffneten "Bibliothek der Lebenskunst" noch kommen mag.
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