Andreas Anter ist sich sicher, dass diese Schriften auch dann noch bedeutsam sein werden, wenn sich so manche Tendenz in der Politikwissenschaft als Modeerscheinung überlebt haben wird. Ihm gefällt nicht nur die Streitbarkeit Hennis`, sondern auch seine Fähigkeit, seine Meinung "scharfzüngig und geschliffen" zu vertreten. "Lehrreich und spannend" findet Anter diese Sammlung von Texten aus vier Jahrzehnten, in denen es - wie der Leser erfährt - vor allem um "Kritik an den herrschenden Verhältnissen in Politik und Wissenschaft" geht. Dabei geht Hennis mit Helmut Kohl ebenso ins Gericht wie mit der SPD oder der Industrie. Hennis hinterfrage stets "Zweck und Ziel der staatlichen Ordnung" und lehne eine wertfreie Politikwissenschaft ab. Darüber hinaus geben die Schriften, so Anter, Zeugnis darüber, dass Hennis auch stets Mahner war und Ideologisierungen, etwa in Bezug auf die 68er-Zeit, ablehnte.
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