Wilfried Loth, Jürgen Osterhammel (Hg.)

Internationale Geschichte

Themen. Ergebnisse. Aussichten
Oldenbourg Verlag, München 2000
ISBN 9783486564877
Gebunden, 415 Seiten, 65,45 EUR

Klappentext

Internationale Geschichte ist eine Disziplin in der Erneuerung. Über die Beziehungen zwischen Staaten und Gesellschaften hinaus treten zunehmend die innenpolitischen, gesellschaftlichen und kulturellen Bedingungen von Außenpolitik ins Blickfeld, ebenso die außenpolitischen Entscheidungsprozesse, die Geschichte des internationalen Systems und seiner Wandlungen, transnationale Bewegungen und Beziehungen und die wechselseitige Durchdringung von Kulturen. International ausgewiesene Historiker bieten in diesem Themenband eine Bilanz der Methodendiskussion zur Geschichtsschreibung der internationalen Beziehungen und erschließen neue Dimensionen der Internationalen Geschichte.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.08.2001

Warum die Rezensentin Anette Bingemer eine von W. Loth und J. Osterhammel herausgegebene Aufsatzsammlung über den Versuch einer "Internationalen Geschichte" für eine insgesamt wichtige Leistung hält, wird nicht ganz klar. Außer den "lesenswerten" Beiträgen der Herausgeber und den "Kapiteln über Perzeptionen und Umstände der Entstehung von Weltbildern" kann sie in den Argumentationen und Forschungsvorschlägen der Historiker nämlich nichts Spannendes entdecken. In der Tat klingt das, was sie über die Themen der Aufsätze mitteilt, wenig überzeugend. Allzu angestrengt werde hier nach einem eigenen Platz der Geschichtswissenschaft im Globalisierungsdiskurs gesucht. Ihr erscheint das Buch, "als beschäftige man sich mit der Frage 'Wie kann die Arznei in das Dragée kommen', ohne dabei auch nur einen Schritt weiter in der Rezeptur zu sein".