Aus dem Amerikanischen von Gabriele Haefs. Als Julie ihn das erste Mal sieht, flippt sie aus. Und zwar total. Als Bryce sie das erste Mal sieht, haut er ab. Und zwar schnell. Das war damals, vor vielen Jahren, in der 2. Klasse. Julie liebt Bryce immer noch: seine blauen Augen. Seine schwarzen Haare. Und den blonden Flaum auf seinen Ohrläppchen. Bryce findet Julie immer noch, na ja, seltsam: ihre Hühnerzucht. Ihre Angewohnheit in Bäumen zu sitzen. Und ihre frontalen, finalen Angriffe. Immer noch sind sie Nachbarn. Immer noch gehen sie in die selbe Klasse. Und immer noch haben sie sich nicht geküsst ...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.12.2003
Hilde Elisabeth Menzel hält den "Bedarf an Liebesgeschichten bei Kindern und Jugendlichen" für sehr groß und gemessen daran erscheint ihr das Angebot eher mäßig. Deshalb ist sie über diesen Jugendroman besonders erfreut, in dem sich die Nachbarskinder Julie und Bruce innerhalb sechs langer Jahre und nach einigen Komplikationen ineinander verlieben. Denn dieses Buch ist "witzig" und dabei absolut "glaubwürdig", so die Rezensentin begeistert. Dass die Geschichte im Wechsel mal aus der Perspektive des Mädchens, mal aus der Perspektive des Jungen erzählt wird, lobt sie als "den besonderen Reiz", denn durch die unterschiedliche Interpretation und Wahrnehmung der gleichen Situationen ergeben sich "überaus amüsante" Szenen, schwärmt Menzel. Der amerikanische Autor Wendelin van Draanen kommt dabei ohne Klischees auskommt und nimmt seine "Leser ernst", so die Rezensentin eingenommen.
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