Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.12.2001
Valeska von Rosen ist mit der Abhandlung von Walter K. Lang ganz und gar nicht einverstanden. Darin geht es um "geschundene Körper, abgetrennte Köpfe und verstümmelte Brüste" und darum, was die Maler so an den Grausamkeiten fasziniert hat, berichtet die Rezensentin. Der Autor kennt darauf nur eine Antwort: Sadismus. Damit ist die Rezensentin gar nicht einverstanden. Lang betrete ein Feld der Spekulationen, die er mit psychoanalytischen Ansätzen von Erich Fromm und Siegmund Freund nähre. Annahmen, die beispielsweise von Adornolängst kräftig wiederlegt worden sind, so die Rezensentin, die sich fragt, wem diese Kulturgeschichte der Perversität nutzt. Gerne hätte sie etwas darüber erfahren, welche Wirkungsabsichten die Maler der Grausamkeit im Kontext ihrer Zeit verfolgten und in welchem Verhältnis sakrale und profane Kunst gestanden hatten. Bei Lang hat sie darüber nichts gefunden.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…