Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.07.2000
Tobias Hoffmann erläutert zunächst, dass es sich bei diesem Band um eine Zusammenstellung von Zeitungsartikeln, aber auch Märchen, Kurzgeschichten und Glossen der 1905 geborenen Autorin handelt, die lange Jahre auch für die NZZ geschrieben hat. Ohne auf die Texte im einzelnen einzugehen, zeigt sich der Rezensent vor allem von der Begeisterungsfähigkeit der Autorin beeindruckt, die sich - wie er feststellt - allerdings oftmals "hinter einem nüchternen und fast pedantischen Ton" versteckt. Typisch findet er von Wieses Angewohnheit, diesen Texten durch "eine kleine ironische Einleitung oder Schlusswendung" die nötige Würze zu verleihen. Er bedauert allerdings, dass man in diesem Band nicht erfährt, wo und wann die Texte erstmals veröffentlicht wurden, so dass der "zeitgeschichtliche Bezug" nicht immer deutlich werde.
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