Solides Grundlagenwissen rund um das Buch, in gut 1600 Artikeln knapp, verständlich, und fachlich exakt erläutert: Herstellung und Technik - Markt und Marketing - Recht und Zensur - Lesen, Schreiben und Drucken - Buchausstattung und Buchillustration - Geschichte und moderne Entwicklungen.
Ralf Vollmann hat sich von "Reclams Sachlexikon des Buches" nicht den Spaß verderben lassen, aber selbiger scheint auch irgendwie privat zu sein, weshalb seine Besprechung etwa so wortrunken vor sich hin torkelt wie ein beschwipster Weiser, der vor sich hin kichernd den Finger erhebt. Man ahnt, dass er sich lustig macht über dieses dicke, aber sehr kleingedruckte und offenbar unter dem "Verweiswahnsinn der Autoren" leidende Werk. Am besten gefällt ihm dabei die im Sachlexikon aufgeworfene - allerdings noch nicht gänzlich geklärte - Frage, "inwieweit die häufig verwendeten Pferdemotive auf den Covern einen Hinweis auf die erotische Freizügigkeit des Inhalts geben".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.05.2003
Als "höchst willkommen und nützlich", bezeichnet der Rezensent mit dem Kürzel "ago." Reclams "Sachlexikon des Buches". 1600 Einträge rund ums Buch enthält dieses Nachschlagewerk, und sei damit gerade in Zeiten der "neuen" Medien ein unverzichtbarer Überblick über das "alte" Medium. Eine Mischung aus Kultur und Technikgeschichte erlaube es, einen guten Überblick über die Geschichte des Buches zu gewinnen, und zwar vom Papyrus bis zur digitalen Medienproduktion. Ohne Polemik setzt sich das Nachschlagewerk auch mit dem Internet auseinander, da das Buch zu Zeiten seiner Entstehung selbst einmal eines der "fulminantesten neuen Medien" gewesen ist und seine Bedeutung als Ersatzgedächtnis durchaus weiterhin hat, so der Rezensent.
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