Ulrike Sommer

Die Gattin

Politthriller
Cover: Die Gattin
Droemer Knaur Verlag, München 2006
ISBN 9783426632857
Taschenbuch, 507 Seiten, 8,95 EUR

Klappentext

Als Bundesverteidigungsminister Gregor Berger nachts vor seiner Berliner Wohnung erschossen wird, ist dies für die Republik ein Schock. Doch das Verbrechen kommt dem Medienberater der Regierungspartei gerade recht. Zu verlockend ist die Idee, die Gattin des Ermordeten für den Wahlkampf einzuspannen. Klara Berger glaubt, das Heft in der Hand behalten zu können. Aber sie weiß nichts von den Machenschaften im Verteidigungsministerium...

Im Perlentaucher: Rezension Perlentaucher

Das Buch ist ein Politkrimi, in dem ein Bundesverteidigungsminister erschossen wird, weil er dahinter kommt, dass Soldaten der Bundeswehr von einem Pharmakonzern als Versuchskaninchen benutzt werden. Die Geschichte ist mäßig spannend erzählt. Aber sie ist sofort interessant, wenn man weiß, dass die Autorin Ulrike Sommer, die Ehefrau des DGB-Vorsitzenden Michael Sommer ist. Man hat selten Gelegenheit, das politische Personal der Bundesrepublik, die Mechanismen des Regierens, die Macht der Verbände von einem derart kompetenten Beobachter beschrieben zu bekommen. Man ist überrascht, dass alles exakt so widerlich von Machtgelüst und Geldgier bestimmt wird, wie wir es uns schon immer dachten, und wie wir es aus Film und Fernsehen - vor allem amerikanischem Film und Fernsehen - kennen...
Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.03.2007

Reserviert äußert sich Eckart Lohse über Ulrike Sommers Roman "Die Gattin". Der Stoff, der hier geboten wird, wirkt auf ihn recht hanebüchen. Jedenfalls entpuppt sich der als "Politthriller" angepriesene Roman für ihn als reine "Räuberpistole". Die Geschichte um die Ermordung des deutschen Verteidigungsministers, hinter der dessen Staatssekretär steckt, der mit den Amerikanern einen biologischen Kampfstoff an Bundeswehrsoldaten erprobt, hält Lohse für krude konstruiert. Zuviel wird es ihm, wenn die Regierung die völlig unbedarfte Gattin des toten Verteidigungsministers, bisher das Heimchen am Herd, im Wahlkampf als Friedensengel benutzt und sie auf allerlei heikle Missionen schickt. Dass sämtliche Akteure alle Vorurteile erfüllen, Politiker machtversessen, Beamte korrupt, Medienberater und Journalisten beides sind, fällt da nicht weiter ins Gewicht.
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