Udo Di Fabio

Verfeindlichung

Demokratien am Ende des freundlichen Zeitalters
Cover: Verfeindlichung
C.H. Beck Verlag, München 2025
ISBN 9783406845963
Gebunden, 284 Seiten, 26,90 EUR

Klappentext

Der Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 hat die EU und Deutschland aus einer "gemütlich" eingerichteten Welt gerissen. Was als "Zeitenwende" bezeichnet worden ist, zwingt zu einer Neubewertung der politischen Agenda nach innen und nach außen: Den Angriffen auf die offene Gesellschaft und der Krise der Demokratie zu begegnen ist dringlicher geworden. Udo Di Fabios Buch legt dar, dass der EU und Deutschland unter der Regierung Trumps nur die Rolle des Statisten bleibt, wenn sie es nicht schaffen, ihre Leistungsfähigkeit und Wirtschaftskraft auch in politische und auch militärische Macht zu verwandeln.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.02.2026

Rezensent Wolfgang Janisch rät, dem Juristen Udo di Fabio vor allem bei seinen therapeutischen Vorschlägen zum Demokratieerhalt zuzuhören. Bei der Beschreibung der Ursachen für die von Kulturkämpfen geprägte Gegenwart sucht der Autor laut Rezensent dagegen zu sehr die Schuldigen bei der "linksliberalen Elite". Was die Therapie betrifft, so leuchtet Janisch di Fabios Plädoyer zu mehr gesellschaftlichem Mut zur Freiheit (der Entscheidung) allerdings umso mehr ein. Mit ein wenig bildungssprachlicher Vorkenntnis kann der Leser des Buches das ebenfalls gut nachvollziehen, meint Janisch.